Gang durchs Gebirg









In Kooperation mit dem Internationalen Zeitungsmuseum in Aachen (IZM) veranstaltet das Literaturbüro Euregio Maas-Rhein (EMR) im Rahmen der „Silbenschmiede“ folgende Lesung:

Für Samstag, 25. Mai 2019, 12.00 h, laden wir herzlich ein:

„Gang durchs Gebirg“

Lesung und Vortrag zu Paul Celan
mit Dieter Hans und Manfred H. Freude

Veranstaltungsort: Haus Löwenstein am Markt, Aachen

Die Dichtung Paul Celans steht in sprachlichem Kontext zu Gedichten „ihrer Zeit“. Nach Celans Ansicht liest sich Shakespeare wie die Vergangenheit, dagegen Dante wie die Schoa.

Die Übersetzertätigkeit Paul Celans ist eigentlich Kunstkritik! Ist: Das Andere. Ist: Das Fremde. Der intertextuelle Horizont. Übersetzung, „hinweg über die Zeitenschrunde“, ist für Paul Celan ein Unterwegssein, eine Begegnung „im Abgrund zwischen Sprache und Sprache“.

Dieter Hans wird eine Auswahl von Paul Celans Übersetzungen interpretieren, um Celans Vielseitigkeit zu zeigen. Es ist schon bemerkenswert, wenn die literarische Kritik die Leistung eines Übersetzers einmal eingehender würdigt. Aus sieben verschiedenen Sprachen hat Paul Celan uns die Kenntnis bedeutender Werke vermittelt: aus dem Englisch-Amerikanischen, dem Französischen, Hebräischen, Italienischen, Portugiesischen, Rumänischen und Russischen. Darunter sind Werke von Jean Cocteau, Ossip Mandelstam, Boris Pasternak, Paul Valéry und William Shakespeare.

Manfred H. Freude präsentiert Celans  „Gang durchs Gebirg“.

Georg Büchner, Lenz: Den 20. Jänner ging Lenz durchs Gebirg. Die Gipfel und hohen Bergflächen im Schnee, die Täler hinunter graues Gestein, grüne Flächen, Felsen und Tannen. Es war nasskalt ...

Im „Gespräch im Gebirg“ hat sich Paul Celan mit dem Problem des Versagens der Sprache angesichts des Massenmords an den europäischen Juden wie auch mit dem notwendigen Verstummen der Kunst, im Besonderen im Medium der Literatur, auseinandergesetzt.

 

Der Eintritt ist frei! Über Spenden freuen wir uns.